Wir über uns und warum es uns gibt:

 

Wir sind ganz "normale" HundehalterInnen, die in Frieden mit ihren Familienhunden ihre Freizeit verbringen wollen und in den Hunden einen Freund und/oder Partner sehen.
Unsere Hunde sind gut erzogen, alltagstauglich und haben noch nie Anlaß zu Beschwerden gegeben. Trotzdem veränderte sich unser Leben im Sommer 2000 schlagartig.

Die Hunde eines mehrfach vorbestraften Kriminellen töteten auf grausame Weise ein Kind.
Auch uns schockierte diese Nachricht und auch wir bedauern jeden Beißvorfall, bei dem ein Mensch oder Tier verletzt oder sogar getötet wird.
Man darf jedoch nicht vergessen zu erwähnen, daß die Hunde durch vorherige Auffälligkeiten dem Leinen- und Maulkorbzwang unterlagen, der von den zuständigen Behörden weder kontrolliert noch durchgesetzt wurde.

Es folgte eine sehr einseitige und aufwendig gestaltete Medienhetze, die quasi über Nacht jeden kurzhaarigen Hund als gefährliche Waffe und beißwütige Bestie und jeden Menschen, der solch einen Hund führte, als potentiellen Mörder deklarierte.

Unter diesem Druck erließen die Politiker in jedem Bundesland andere willkürliche Eilverordnungen um den BürgerInnen so etwas wie ein Bemühen um Schutz und Sicherheit vorzugaukeln.
Wir halten es der Sache wenig dienlich, wenn aus reinem Aktionismus und ohne sachlich fundierte Begründung Maßnahmen gegen die Gefährdung durch Hunde festgelegt werden, die in keinem Verhältnis zur wirklichen Gefahr stehen.
Völlig friedliche Hunde spezieller Rassen und deren unbescholtene HalterInnen werden seit dem Sommer 2000 pressemäßig hingerichtet und eigentlich will man die Bevölkerung davon überzeugen, daß schon der Besitz eines Listenhundes ein Ausdruck krimineller Energie ist.
Die in jedem Bundesland unterschiedlichen und willkürlichen Rasselisten sind für uns ein hoffentlich nur durch Unkenntnis entstandener Irrtum.

Auch ein großer Teil der Bevölkerung beteiligt sich an der Denunzierung, Ausgrenzung von
HundehalterInnen aller Rassen.
Jeder kann seinen, weshalb auch immer entstandenen, Frust am Feindbild HundehalterIn abbauen, in dem diese beschimpft, bepöbelt, denunziert und auch körperlich angegriffen werden.

Auch andere Institutionen ziehen mit:

  • Die Deutsche Bahn AG beförderte seit dem 01.09.00 bestimmte Hunderassen und deren HalterInnen
    nicht mehr und verbot sogar den Zutritt auf bahneigenem Gelände. Diese wurde glücklicherweise rückgängig
    gemacht.

  • In manchen Städten werden bestimmte Hunderassen und deren HalterInnen auch vom öffentlichen
    Nahverkehr ausgeschlossen. In Berlin wurde diese Schikane am 01.08.2002 wieder rückgängig gemacht.

  • Wohnungsbaugesellschaften und auch schon manche privaten Vermieter stellten eigene willkürliche
    Rasselisten auf und forderten die Abschaffung dieser Hunde. Eine neue bezahlbare Wohnung zu
    finden ist fast unmöglich. Leider hält dieser Zustand unvermindert an.

  • In einigen Bundesländern und Gemeinden wurde eine erhöhte Hundesteuer für gelistete Rassen
    eingeführt. Viele HundehalterInnen müssen zum Beispiel eine 8fach erhöhte Steuer jährlich bezahlen.

  • Die Lufthansa transportiert keine Hunde mehr unserer Rassen, alles was mit den sogenannten Kampfhunden
    zu tun hat, wird generell nicht mehr befördert.
    Die Pet-Air wurde in dem vorliegenden Fall darauf hingewiesen, dass der
    Miniature-Bullterrier überhaupt nicht dazu gehört, die Lufthansa mache hier
    aber keinen Unterschied...
    In den USA geht's jetzt auch schon los. Die American Airlines lehnt es als
    erste Fluggesellschaft ab zukünftig noch Bully & Co. zu befördern.


    Viele HalterInnen dieser Listenhunde fühlen sich dem allgemeinen Druck nicht mehr gewachsen,
    lassen ihre Hunde töten, setzen sie in verantwortungsloser Weise aus oder versuchen sie privat abzugeben.
    Die Tierheime sind überfüllt und die Tierschutzvereine und auch die privaten TierschützerInnen
    sind absolut überfordert.
    Leider ist die Einigkeit der Hundelobby und damit der Widerstand und der Protest zu gering.
    Viele Hunde haben bereits ihr Zuhause verloren und sind schon, auf oft qualvolle Weise, gestorben.
    Aufgrund mangelnder Unterbringungsmöglichkeiten für die Hunde, werden bundesweit offizielle
    Tötungsprogramme in Erwägung gezogen.
    "Inoffizielle" Massentötungen finden bereits seit längerem statt.

    Das Problem, daß Tiere in unserer Gesellschaft zum Wegwerfprodukt geworden sind,
    betrifft jedoch leider nicht "nur" die Listenhunde.
    Täglich werden bundesweit Hunde aller Rassen ausgesetzt oder TierschützerInnen zur
    Weitervermittlung übergeben.
    Wir Menschen haben schließlich zu verantworten, daß es Tierschutz überhaupt geben muß.

    Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland sagt JA zur Diskriminierung von
    Hund und HalterInnen; aber
    Du bist nicht nur verantwortlich für das, was Du tust,
    sondern auch für das, was Du NICHT tust!

    Wir sind HalterInnen der unterschiedlichsten Hunderassen und wollen mit dieser Seite
    vereinsunabhängig helfen, das große Hundeelend in Deutschland etwas zu verringern.

    Wir hoffen, daß wir ein wenig dazu beitragen können,
    daß viele liebe Hunde endlich ein lebenslanges Zuhause bekommen,
    in dem sie artgerecht gehalten und geliebt werden,
    denn das haben sie alle mit Sicherheit verdient.

  •